Wie groß ist Groß?

Und wann ist Klein klein? Wie schwer ist Schwer und ab wann ist etwas gut? Wir können sagen, was beispielsweise ein Meter ist, wie viel Gewicht etwas hat oder, dass sich ein Tag in 24 Stunden unterteilt. Wir haben "Normierungen", Maßeinheiten, die dazu dienen um vom selben sprechen zu können. Wie es für uns ist, hängt allerdings vom eigenen, höchstpersönlichen Maß ab. Ist uns etwas zu schwer, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass es schwer ist. Hier kommt nun die Relativierung ins Spiel, denn wäre "schwer" normiert, gäbe es keine unterschiedliche Wahrnehmung dazu und keinen Spielraum um schwer in ein anderes Verhältnis zu setzten - das tun wir nämlich, wenn wir relativieren - wir schaffen andere Verhältnismäßigkeiten!

 

Wenn wir uns nun in einer "ausweglosen" Situation befinden, können wir uns fragen, wodurch die Situation für uns nicht mehr ausweglos wäre. Das können wir genau nur deshalb tun, weil es keine Norm für Ausweglosigkeit gibt und es nur unserer Vorstellung bedarf, diese zu relativieren. Aus der "Ausweglosigkeit" wird eine relative "Ausweglosigkeit" unter den Voraussetzungen x, y, z - ein Handlungsspielraum tut sich auf, wo zuvor keiner war. Eine Ausgangsbasis, so quasi, für das Finden von Lösungen, wo zuvor vergeblich gesucht wurde.

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Kerstin Feirer

Langäckergasse 27, 8200 Gleisdorf, Österreich